Vergangene Woche war ich zur Vorstellung eines neuen Buches aus dem Hause Rother eingeladen. Das Verlagsteam und das Autorenpaar Winfried Berner und Ulrike Rohm-Berner stellten ihr Buch "Gerettete Landschaften" vor.
Unterstützt wurden sie von Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzer des BUND Naturschutz in Bayern und des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland sowie vom bekannten Ornithologen Manfred Siering.
Was soll ich sagen? Eine handvoll netter Leute und ein grossartiges Buch.
Worum geht's. In dem Buch werden 40 Regionen in Bayern beschrieben, die im Laufe der Jahre durch engagierte Naturschützer vor ihrer Zerstörung bewahrt wurden, dokumentiert und erlebbar gemacht durch jeweils eine entsprechende Wanderroute im Gebiet.
Ich bin total begeistert. Mal nicht die hunderttausendste Hiobsbotschaft, was nicht wieder zerstört worden ist, sondern GUTE NACHRICHTEN.
Das Buch macht Freude, Mut und vor allem LUST AUF NATUR!
Und es macht mich dankbar. Für das Leben, das wir führen. Wir leben in einer Zeit und in einem Land, in dem der Grossteil der Gesellschaft, trotz allem Gejammere auf hohem Niveau, kaum etwas zu entbehren hat. Und gleichzeitig können wir uns, auch dank der vielen Menschen, die sich für die Natur einsetzen, glücklich schätzen noch so viele Naturparadiese erleben zu dürfen.
Und das Beste: die erste Strecke wurde am Wochenende schon probegegangen – eine Runde in der Pupplinger Au, südlich von München.
Entdeckt, nebst herrlicher Landschaft:
• Einen Kuckuck! Gehört UND gesehen.
• Diese beiden, über dem Isartal schwebend:
• Eine Ringelnatter
• Einen Specht
• Eine Handvoll Mauersegler
• Allerhand Insekten und Käfer, Wasserläufer etc.
• GANZ VIELE Falter und Schmetterlinge
(Das Tagpfauenauge ist nicht tot, es sonnt sich)
• Zahlreiche Enten und Wasservögel
• Und den neugierigen Gesellen hier! Eine Zauneidechse:
Ach ja, und die Botanik. So viele Blumen fotografiert, dass es wieder für ein Blumenrätsel reichen sollte Ende der Woche.
Nun aber nochmal zurück zum Buch.
Als ich den Titel gelesen habe, dachte ich zunächst an einen grossen Bildband. Aber "Gerettete Landschaften" kommt als kleines, handliches Büchlein daher; ein klassischer Wanderführer vom Format her.
Die Strecke, die mir bekannt ist, ist sehr gut beschrieben. Die Gehzeiten der Wanderungen liegen zwischen 2 und 6 Stunden, ich würde mir aber auf jeden Fall einen Tag Zeit nehmen – zum Entdecken, Schauen, Hören, Staunen, Fotografieren, Spielen, Picknicken etc.
Zum Wandern mit Kindern muss man vieles sicherlich abwandeln und zum Beispiel Teilstrecken gehen.
Die Dokumentationen über die Entwicklung der Landschaften sind kurz und informativ, aber nicht trocken wissenschaftlich.
Toll toll toll.
Obwohl, ohje, jetzt hab ich wieder eine Liste mehr: Gerettete Landschaften, die wir uns anschauen müssen. Mindestens 30 aus dem Buch kenn ich noch nicht...
